{"id":1110,"date":"2013-03-16T22:48:21","date_gmt":"2013-03-16T21:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/weisse.schokola.de\/wordpress\/?p=1110"},"modified":"2013-03-24T00:56:47","modified_gmt":"2013-03-23T23:56:47","slug":"begegnung-mit-mohammed-und-ein-gottliche-offenbarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weisse.schokola.de\/wordpress\/blog\/2013\/03\/16\/begegnung-mit-mohammed-und-ein-gottliche-offenbarung\/","title":{"rendered":"Begegnung mit Mohammed &#8211; und ein g\u00f6ttliche Offenbarung"},"content":{"rendered":"<p>H\u00f6henpunkt unserer Reise war sicherlich die Begegnung mit Mohammed Amine, einen ganz liebevollen Schuhputzer, der viele Abend vergeblich auf Kunden wartet, seit dem die Touristen kaum noch kommen. Joseph und Mohamed hatten schon Freundschaft geschlossen, als ich ihn kennen lernte und als ich ihm ein paar R\u00e4ucherst\u00e4bchen abkaufen wollte, auch um ihn wenigsten etwas zu unterst\u00fctzen, aber dann erforderte es viel \u00dcberredungskunst, weil er mir diese schenken wollte.<\/p>\n<p>Manche Menschen dort stellen ihre (vorgebliche?) Not zur Schau, um Touristen zum Spenden zu bringen, aber unser Freund Mohammed hat erst, nachdem er Joseph zum f\u00fcnften Male traf, uns verraten, dass er einen behinderten Sohn hat, der an &#8222;blood clotting&#8220; erkrankt ist, eine Erkrankung, die u.a. dazu gef\u00fchrt hat, dass sein Beine amputiert werden mussten und nun muss seine Mutter ihn immer herumtragen, und das mit immerhin 13 Jahren.<\/p>\n<p>Nun hatte Mohammed begonnen auf einen Rollstuhl zu sparen, aber nachdem immer weniger touristen kommen, reicht das Geld nicht mal recht zum leben. Nun hatten wir ja viele schlechte Erfahrungen in \u00c4gypten gemacht, dass zumindest bei mir zun\u00e4chst trotzdem etwas Unsicherheit blieb, ob er nicht nur unser Mitgef\u00fchl ausnutzen wollte.<\/p>\n<p>Aber dann &#8211; ich mag es wirklich so pathetisch ausdr\u00fccken &#8211;<strong> hat sich uns auf eine weise Gott offenbart<\/strong>.<br \/>\nIn der folgenden Nacht tr\u00e4umten Joseph und ich beide von einem Rollstuhl, wie wir beim Fr\u00fchst\u00fcck uns gegenseitig erz\u00e4hlten. Josephs Traumvariante des Rollstuhls war etwas arabisch kitschig mit Edelsteinen und dergleichen verziert, meine Variante des Rollstuhls war schlichter und hatte aber ein Schild auf dem 99\u20ac durchgestrichen war und nun 49\u20ac stand. Was mir aber absurd vor kam, weil ich denke ein Rollstuhl kostet auch in Kairo um die 600\u20ac.<\/p>\n<p>Nach der Oper haben wir auf dem Heimweg nochmal Mohammed besucht.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag hatten wir noch ein sch\u00f6nes Erlebnis mit einem Taxifahrer, der uns zum Hotel brachte. Wir sahen so 200 Meter vor unserem Hotel, Mohammed an seinem Stammarbeitsplatz sitzen und Joseph sagte dann, dass wir dort aussteigen wollten, weil dort unser Freund s\u00e4\u00dfe. Daraufhin fragte der Taxifahrer, was er falsch gemacht hatte, weil er nicht glaubte, dass das stimmen w\u00fcrde. Er sa\u00df eigentlich schon wieder im Taxi als er sah, dass das stimmte und Mohammed und wir uns freudig begr\u00fc\u00dften. Und \u00fcber diese Freude unsere Freundschaft ist der Taxifahrer nochmal ausgestiegen und hat uns ganz herzlich umarmt. Wir sind dann sp\u00e4ter ins Hotel gegangen und haben vier kleine Schokoladen Kugeln f\u00fcr ihn mitgebracht (wir hatten nur noch vier), eine f\u00fcr ihn und 3 f\u00fcr seine Kunde je eine. Aber er sagte dann dass er seine Schokolade aufheben will um sie mit seiner Frau zu teilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6henpunkt unserer Reise war sicherlich die Begegnung mit Mohammed Amine, einen ganz liebevollen Schuhputzer, der viele Abend vergeblich auf Kunden wartet, seit dem die Touristen kaum noch kommen. 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