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La Fille du Regiment mit Daniela Fally und Lawrence Brownlee

Das Daniella Fally herausgrand sein würde, wußte ich ja schon, hatte ich sie ja schon drei mal in Hamburg gesehen. Sie sieht unglaublich gut aus, kann so gut singen und dazu hat sie ein schauspielerisches Talent was jeden Operabend mit ihr zu einem Besonderen Genuss macht.

Diesmal war Lawerence Brownlee ihr zur Seite als Tonio und der war sogar noch witziger in der Darstellung und gesanglich wirklich herausragend.

Marquise de Berkenfield

Duchesse de Crakentorp

Walküre in Amsterdam

Nun hatte ich mal wieder gleich zwei Freuden aufeinmal,Joseph in Zandvoort treffen, wo er immerhin 24 Stunden Dienstfrei hatte und dann die Waltküre in der Amsterdamer Oper,, wo ich ja noch nie in der Opera dort war.

Die Inzenierung war von Pierre Audi, einem libanesischen Regisseur und entsprechend natürlich sehr gelungen.

Gezelschap
De Nederlandse Opera
Muzikale leiding
Hartmut Haenchen

Regie
Pierre Audi
Decor
George Tsypin
Kostuums
Eiko Ishioka
Licht
Wolfgang Göbbel
Dramaturgie
Klaus Bertisch

Cast
Christopher Ventris, Günther Groissböck, Thomas Johannes Mayer, Catherine Naglestad, Catherine Foster, Doris Soffel, Marion Ammann, Martina Prins, Lien Haegeman, Julia Faylenbogen, Elaine McKrill, Wilke te Brummelstroete, Helena Rasker, Cécile van de Sant
Orkest
Nederlands Philharmonisch Orkest

Menschen in Cairo – wirklich eine große Enttäuschung

Man kann wirklich nur mit versteinertem Herzen nach Ägypten fliegen, oder sich immer wieder ins Gedächnis rufen, dass

waren wir von unserem Besuch in Cairo ja sowie so schon weitegehend wenig erfreut, so entpuppte sich nun auch der einzige scheinbare Freund als endlos gierig.

Joseph war extra nach Cairo geflogen, um Ihm einen alten Laptop für seinen Sohn, noch gut erhalten Sachen für seine Frau und 300€ für das nächste halbe Jahr zu bringen, und mit ihm gemeinsam einmal zu WesternUnion zu gehen, damit wir ihn künftig per Geldanweisung hätten unterstützen können.

Nun war Josephs Geldkarte blokiert und er fragte Mohamed, dem er so eben 300€ und noch 100$ extra gegeben hatte, per Telefon um Hilfe, und unser Schuhputzer hatte keine Zeit, weil er gerade Kunden hatte.

Wir sind wirklich beide schwer enttäuscht von diesem Land und vorallem seinen Menschen. Nachdem wir zuvor sagten, dass 9 von 10 Ägyptern dich übers Ohr hauen, müssen wir das wohl auf 99 von 100 korrigieren. Aber die, die dir ohne hintergedanken helfen, sind eingewanderte Europäer – hat man zumindest den Eindruck.

 

Geburtstagsfeier bei Mohammeds Familie

heute war die Geburtstagsfeier bei der Familie und Joseph rief an, um mitzuteilen, dass wir gut wieder in Deutschland angekommen waren und alle wollten sich bedanken und sogar der behinderte Junge, dem auch das Sprechen wohl schwerfällt, hat unter großer Mühe mit Joseph gesprochen, um sich für den Teller Backlava zu bedanken. Die Mutter sagte, dass sie über das Glück einer so schönen Feier für ihre Kinder heute nicht mal ihre Rückenschmerzen spüren würde.

Es ist wirklich ein großes Geschenk, dass wir bei dem Leid was die Familie ertragen muss, auch teilhaben dürfen, wie sehr sie sich freuen.

Abschiedsabend

Unsere Träume mit dem Rollstuhl hatten wir weiter auf uns wirken lassen. Aber am nächsten Tag wollten mal schauen, was so ein Rollstuhl denn tatsächlich vor Ort kostet. Und man wird es kaum glauben können, ein Rollstuhl im Kairo kostet wirklich zwischen 45 und 55 € je nach Ausführung, also so viel wie ich geträumt hatte. Und deshalb glaube ich tatsächlich, dass es eine Art göttlicher Offenbarung war, denn woher hätte ich wissen können, wie teuer ein Rollstuhl in Ägypten ist. Da stand unser Entschluss fest, dass wir nochmal Geld tauschten wollten, um genug Geld für den Rollstuhl zu haben.

Wir hatten schon verabredet, dass wir abends Essen holten wollten und uns dann an Mohameds „Stammplatz“ zum Essen zu treffen. Dann waren wir nach dem Besuch des Ägyptischen Museum im ältesten Kaffee von Kairo (dort kam es zwei Stunden nachdem wir dort weg waren zu gewalttätigen Ausschreibungen) , wo sie lecker Backlava hatten und dann haben wir überlegt, dass wir ein bisschen davon für den Nachtisch mit nehmen. Irgendwie wurde daraus dann doch fast 1 1/2 Kilo, denn der Verkäufer hat die so schön zu einer Blume dekoriert. Dann haben wir uns gedacht, dass das für Nachtisch für uns drei viel zu viel sei und er lieber die Backlava mit nach Hause zu seiner Familie nehmen soll, um das mit seiner Familie zu teilen.

Nun hatten wir ja schon entschieden, dass wir Mohammed das Geld für den Rollstuhl oder mindestens einen Großteil der Anzahlung geben wollten. Als wir dann mit dem Backlava Paket ankamen, konnte er schon sein Glück nicht fassen, weil – wie er uns dann erzählte – er am Montag Abend zu seiner Familie fahren würde, die er nämlich nur alle 2 Monate sieht, um den Geburtstag zu feiern. Wir haben nicht so ganz verstanden welchen Geburtstag sie feiern, aber ist es wohl die jährliche Feier für die ganze Familie und da kam das Backlava genau richtig.

Hatte ihm die Freude über die Backlava schon weitgehend den Appetit verschlagen, war er wirklich fassungslos, als wir ihn dann baten das Geld für den Rollstuhl anzunehmen.

Und dieser liebe, bescheidene Mensch bat uns zum Abschied, ihn anzurufen, wenn wir wieder gut in Deutschland angekommen sein, damit er sich um uns keine Sorgen machen müsse. Also ob dieser Mann nicht genug an Sorge für seine Familie zu trägen hätte, wollte er uns wieder sicher in Deutschland wissen.

Im Hotel angekommen stellten wir fest, dass wir noch eine große Falsche Wasser, ein kleines Stück Schmelzkäse und etwas Brot im Kühlschrank hatten. Dann kam Joseph auf die Idee, zu schauen, ob Mohammed vielleicht noch am Platz wäre, um ihm unsere Essenreste zu bringen. Und tatsächlich war er noch da und hatte nach unserem Weggang tatsächlich zwei Kunden gehabt. Der zweite Kunde war gerade fast fertig als Joseph dort ankam und diese Mann Joseph erzählte, dass eben Mohammed ihm erzählt hätte, dass Allah ihm zwei Engel geschickt hätte, die ihm einen Rollstuhl für seinen Jungen geschenkt hätte.

Über den Schmelzkäse hatte er sich so gefreut, weil er kannte das bisher nur aus Schaufenstern. Aber er wollte den nicht allein essen, sondern mit einem Freund am nächsten Tag teilen.

Diesen Mensch in der Wüste Kairo getroffen zu haben, war wirklich ein Geschenk.