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Lohengrin in der Deutschen Oper mit Klaus Florian Vogt

Joseph hatte mich heute das zweite Mal tapfer zu einer Wagner Oper beigleite und die „engelsgleiche“ Stimme von Klaus Florian Vogt hat auch ihn begeistert.

Warum Manuela Uhl ausgebuht wurde hat sich mir nicht erschlossen, lediglich an einer einzigen Stelle war ihr Gesang vielleicht etwas ins Schreihen geglitten, aber das soll man erstmal besser machen.

Manuela Uhls Stimme war warm, hell und klar wie man ihn sich für Elsa wünscht. Elena Pankratova hat nicht nur durch herausragenden Gesang überzeugt, sondern dazu noch auffallen gut die Intrigantin gespielt.

Klaus Florian Vogt war natürlich der herausragende Sänger des Abends. Allein für Klaus Florian Vogt hätte sich der Opernbesuch gelohnt.

Was die Inszenierung sagen wollte blieb für mich nebelös, ehr unverständlich und kaum das erkennbar, was es ausdrücken sollte.

BESETZUNG

Musikalische Leitung Donald Runnicles

Inszenierung Kasper Holten

Bühne, Kostüm eSteffen Aarfing

Licht Jesper Kongshaug

Chöre Raymond Hughes

Heinrich der Vogler Sung Ha

Lohengrin Klaus Florian Vogt

Elsa von Brabant Manuela Uhl

Friedrich von Telramund John Lundgren

Ortrud Elena Pankratova

Der Heerrufer des Königs Dong-Hwan Lee

1. Brabantischer EdlerRobert Watson

2. Brabantischer EdlerJames Kryshak

3. Brabantischer EdlerJohn Carpenter

4. Brabantischer EdlerStephen Barchi

Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin

Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin

Die Webseite der Deutschen Oper Berlin gibt aber weitere verständliche Einsichten in die Inszenierungsabsicht.

ZUM INHALT

Wahlkampf in Brabant – Kasper Holten inszeniert Wagners LOHENGRIN als zeitloses politisches Machtspiel: Putin beim Armdrücken und beim Ausgraben einer antiken Amphore, Putin als Pilot eines Löschflugzeugs, nicht zu vergessen das Bild mit dem sibirischen Tiger! Putin beim Tauchen, Klettern, Rennwagen fahren und beim Versuch, eine Bratpfanne zusammenzudrücken. Ob ihm Letzteres gelungen ist, ist nicht dokumentiert, aber darum geht es ja auch nicht. Was zählt ist die Pose, die Inszenierung des Helden. Die damit verbundene Botschaft lautet freilich: Willst Du den strahlenden Sieger an der Spitze des Staates, frage nicht, woher er kam oder wie er die Macht errang, denn er will Dich ins Heil führen. Einige Politiker, die hierzulande am hellsten, am selbstsichersten in die Kameras gestrahlt hatten, sind nicht mehr im Amt, weil wir nach deren Vergangenheit gefragt und unangenehme Wahrheiten ans Licht gezerrt haben. „Erkennt Ihr ihn, so muss er von Euch ziehn“. 

Wenn man sich Lohengrin als einen dieser Politiker vorstellt, der die mediale Geste beherrscht und die stärksten Bilder und Legenden bemüht, um einen Heilsmythos um sich aufzubauen, kann man ihn leicht als machtpolitischen Blender begreifen, der seine Chance wittert, in zerrütteten Deutschen Landen einen neuen Staat, ein neues System, eine neue Ideologie zu etablieren. Man kann erstaunlich viele Stellen in Wagners Text und Musik aufspüren, die eine solche Lesart belegen und tragen würden. Nehmen wir beispielsweise das Frageverbot: Elsa schwebt in Lebensgefahr, wird des Mordes an ihrem Bruder Gottfried angeklagt. Lohengrin bietet ihr zwar seine Hilfe an, aber keinesfalls bedingungslos. Bevor er für sie kämpft, schlägt er ihr einen Deal vor: Sie soll ihn heiraten, aber niemals fragen, wer er sei. Selbstverständlich stimmt sie zu, was bleibt ihr anderes übrig? Ein wahrer Held hätte wohl eine andere Reihenfolge gewählt. Auch an anderer Stelle erweist sich Lohengrin als nicht ganz fairer Partner Elsas: Ihre Panik, er könnte sie wieder verlassen, beschwichtigt er: Sie müsse sich keine Sorgen machen, wenn sie sich nur an sein Gebot halte. Wenig später offenbart er, dass er vorhatte, nur ein Jahr zu bleiben, um dann in seine Heimat zurückzukehren. Es ging ihm nicht um die Frau, sondern um die Position, die sie ihm verschaffen konnte. Sein Ziel war das politische Spiel. Elsa war die Bühne, auf der er seinen großen Auftritt hatte. Es war ganz einfach Wahlkampf in Brabant. 

Natürlich macht der Hang zum politischen Kalkül Lohengrin nicht per se zum Intriganten vom Schlage eines Jago, diese Rolle kommt eher Ortrud zu, die als Widersacherin des jungen Ehrgeizlings um den Erhalt der alten Ordnung im Staate kämpft – mit ihrem Gatten Telramund an dessen Spitze. Den Schwanenritter als Vollblut-Politiker zu sehen, den man trotz seiner offenkundigen Tricks vergöttert, veranschaulicht aber, dass strategische politische Manipulation oft als notwendige Methode in der Staatskunst wahrgenommen wird. Selbst unverhohlen geheuchelte Demonstration von Standhaftigkeit, Vitalität und Stärke können dem leicht beeinflussbaren Angstbürger weit mehr gelten, als Rechtschaffenheit und utopisches Gutmenschentum. 

Man könnte den Medienhelden Lohengrin sympathisch finden und den Machtkampf sportlich, drohte da nicht ein Krieg, ertönten da nicht bereits die verheerenden Schlachtrufe. Angesichts der blutrünstigen Kriegslust, die in Wagners Werk laut wird, und in Anbetracht der Tatsache, dass der Wahlsieger – wer auch immer es nun sein wird – Tausende von Männern in den Krieg führen und Frauen zu Witwen machen wird, angesichts der Verblendung, dass Krieg ein ehrenhaftes Unterfangen, ein würdiges Abenteuer für junge Männer sein könnte, erlahmt sofort jede verharmlosende Geste gegenüber öffentlichkeitswirksamer Irreführung. Wenn nach dem Motto „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ ein Krieg angezettelt und zum Kampf auf Leben und auf Tod aufgerufen wird, werden Prinzipien vernünftiger politischer Einsicht auf die Probe gestellt, ob es sich nun um einen demokratischen Staat handelt, oder um einen Obrigkeitsstaat, der vorgibt, um das soziale Wohl seiner Bürger besorgt zu sein. 

Elsa hat das verstanden. Sie durchschaut Lohengrin, sie hinterfragt ihn, entblößt sein selbstverliebtes Machtstreben, auch wenn sie für ihr Land keine Alternative sieht, auch wenn es Angesichts des Verschwindens Gottfrieds keinen Nachfolger für den Herrscher von Brabant gibt. Will der überführte Held an der Macht bleiben, muss er ernsthafte Absichten entwickeln und sich als selbsternannter Schützer des Volkes oder in anderen Fällen als „lupenreiner Demokrat“ beweisen, denn von nun an steht er unter Beobachtung. Er muss sich ohne den Panzer des Mythos behaupten und dem Charisma des von der fremden Macht Geleiteten entsagen. Und dann schauen wir mal. 

Quelle www.deuscheoperberlin.de

TK Lounge in Istanbul

Da ich so kurzfristig gebucht hatte war der Unterschied zwischen Business und Econemy nur Ca 100€

Deshalb habe ich mir Business gegönnt, was auf dem Weg nach Beirut schon allein wegen des Gepäck sinnvoll ist

Armenische Brioche zu machen

Gestern habe ich gelernt Armenische Brioch zu machen
1 Cup warmes Wasser mit 

1 Teelöffel Zucker und

7g Hefe ansetzen bis um das 1 1/2 bis 2 fache angewachsen ist
In der Zwischenzeit 

3-5 Klümpchen Mastic zerdrücken 

1  1/2 Cups Zucker 

6 Eier (verquirlt)

1 1/2 Cup Milch darübergeben.

Vermischen und nach und nach 

8-9 Cups Mehl untermischen, nach der hälfet der Mehl Menge

1 Handvoll Black Caraway Seeds (schwarzen Kümmel) untermengen

Den Teig dann einige Stunden gehen lassen, nochmals durchkneten und wieder gehen lassen.

Dann jeweils einen langen und einen kurzen Teigstrang rollen und wie ein T zusammensetzen. Nun den rechten oberen Strang über den senkrechten legen, dann den linken darüber etc.

Aufs Backblech legen und nochmal gehen lassen.

Mit einem verquirlten Ei (optional mit Vanillezucker verquirlt) bestreichen und Sesam oder Mohn Samen drüber geben.

Dann bei 375 Grad Fahrenheit (190 Grad Celsius ohne umluft, besinnlich weniger) golden backen.

Don Pasquale in SFOpera

Gemeinsam mit Madelaine und Joseph hatten wir einen tollen Abend in der SFOpera

CAST

Don Pasquale

Maurizio Muraro

Norina 

Heidi Stober

Ernesto

Lawrence Brownlee*

Dr. Malatesta

Lucas Meachem 1

Dr. Malatesta

Edward Nelson 2

A Notary

Bojan Knežević

wenig ansprechende Neuinszenierung der Zauberflöte in Hamburg

Die Inszenierung von Jette Steckel hat mir gar nicht zugesagt, zur Inszenierung gibt es kaum mehr  zu sagen; sie hat viele unterhaltsame Teile der Dialoge einfach gestrichen, was ich persönlich sehr bedauere.

Ausgezeichnet gefallen hat mir allerdings Andrea Mastroni in der Rolle des Sarastros, weshalb ich eventuell den Rigoletto auch ansehen werde, denn dort singt er den Sparafucile.

Besetzung
Musikalische Leitung – Jean-Christoph Spinosi
Inszenierung – Jette Steckel
Bühnenbild – Florian Lösche
Kostüme – Pauline Hüners
Licht – Paulus Vogt
Video – EINS[23].TV (Alexander Bunge)
Dramaturgie – Johannes Blum
Dramaturgie – Carl Hegemann
Sarastro – Andrea Mastroni
Tamino – Dovlet Nurgeldiyev
Pamina – Christina Gansch
Sprecher – Alin Anca
Priester – Sergey Ababkin
Königin der Nacht – Christina Poulitsi
Erste Dame – Iulia Maria Dan
Zweite Dame – Nadezhda Karyazina
Dritte Dame – Marta Swiderska
Papageno – Jonathan McGovern
Monostatos – Dietmar Kerschbaum
Papagena – Maria Chabounia
Zweiter Geharnischter – Bruno Vargas
Erster Geharnischter – Christian Juslin
Drei Knaben – Solisten des Knabenchores Chorakademie Dortmund
Chor – Chor der Hamburgischen Staatsoper
Orchester – Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

1. philharmonisches Konzert

Endlich geht ja die Opern- und Konzertsaison wieder los

Zum Start habe ich mit Cathérine das 1. philharmonische Konzert noch in der schönen Laiszhalle besucht:

Richard Strauss: Don Quixote op. 35

Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Und als Zugabe:

Schubert: Rosamunde

Dirigent: Kent Nagano

Viola: Naomi Seiler

Violoncello: Gautier Capuçon

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg